Quartalsbericht Q1-2020
Corona bewirkt deutlichen Rückgang des Euro-Score

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

nachdem wir positiv in das neue Jahr 2020 gestartet sind und auch der Euro-Score zunächst ein Wachstum aufweisen konnte, haben die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Auswirkungen zu erheblichen Einschnitten in unser aller Leben geführt. Dabei ist das Ausmaß von Land zu Land durchaus unterschiedlich. Diese Unterschiede spiegeln sich auch in der Entwicklung der jeweiligen Indizes für Immobilienaktien wider: Während dieser in Deutschland um deutliche 16,8 Prozent zurückgegangen ist, mussten die Niederlanden sogar einen Einbruch von 64,0 Prozent (!) verkraften. Unterschiede zeigen sich außerdem in der Weiterführung von Bauprojekten: In Ländern wie Deutschland und den Niederlanden wird auf den Baustellen weiter gearbeitet, andere Länder wie Frankreich und UK haben ihren Baubetrieb ganz eingestellt. Erstmalig seit vielen Jahren ist somit eine in Teilen auseinanderlaufende Entwicklung im Immobilienmarkt Europas zu beobachten. Das betrifft dabei nicht ausschließlich den Krisenverlauf, sondern wird sich auch in unterschiedlichen Markterholungen zeigen. Es bleibt zu hoffen, dass wir möglichst schnell aus dieser schwierigen Zeit zurück in die Normalität kehren können.

Herzlichst,


Ihre Sabine Barthauer

Ansprechpartnerin

Frau Sabine Barthauer
Mitglied des Vorstands

Corona bewirkt deutlichen Rückgang des Euro-Score

Nachdem zuletzt ein verhalten positives Fazit für das Jahr 2019 gezogen werden konnte, setzte sich dieser Trend zu Beginn des neuen Jahres mit einem Anstieg um 0,9 % im Januar fort. Doch bereits im Februar zeigte sich die erste Eintrübung mit einem spürbaren Rückgang um 1,7 %. Spätestens im März machte sich der Corona-Effekt auch im Euro-Score mit einem Verlust von 8,6 % bemerkbar. Im Vergleich zum Vorquartal ergibt sich insgesamt ein Rückgang um 9,4 % auf nun 213,3 Punkte – ein Wert, der zuletzt im Dezember 2014 unterschritten wurde. Eine vergleichbare Dynamik wurde zuletzt während der Finanzkrise 2008 festgestellt.

Reecox-Auge Q1-2020

Deutsche Hypo Euro-Score

213,3

Corona-Effekt in Deutschland bislang am deutlichsten

In Erwartung einer weltweiten Rezession durch die wirtschaftlichen Einschränkungen im Rahmen der Corona-Krise hat der REECOX in allen betrachteten Ländern deutlich nachgegeben. Dabei gab es lediglich geringe Unterschiede in der Deutlichkeit des Rückgangs im Vergleich zum Vorquartal – das Marktsignal war überall identisch. Vergleichsweise moderat fiel die Entwicklung bislang in Polen (-6,7 % auf 171,7 Punkte) und UK (-6,8 % auf 183,4 Punkte) aus. Im Mittelfeld bewegen sich die Niederlande (-9,0 % auf 172,7 Punkte), Frankreich (-9,4% auf 216,8 Punkte) und Spanien (-9,4% auf 180,8 Punkte). Der deutlichste Rückgang zeigte sich unterdessen in Deutschland, wo der REECOX um 11,8 % gleich zweistellig absackte. Eine vergleichbare Entwicklung im „Save Haven“ Deutschland gab es in der Geschichte des REECOX erst zwei Mal: Nach den Anschlägen auf das World Trade Center im September 2001 und während der Finanzkrise im Oktober 2008. Mit dem neuen Stand von 268,4 Punkten wird indes die 300-Punkte-Marke erneut deutlich unterschritten.

Veränderungen der Eingangsvariablen und der Immobilienkonjunkturen
Δ Q1-2020 / Q4-2019

Land

Aktien-Leit­index

Immobi­lien­index

Konjunk­tur­indi­kator

Basis­zins­satz

Zins­satz 10-jährige Staats­anlei­hen

REECOX Q4-2019 / Q1-2020
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