Quartalsbericht Q2-2019
Europäische Immobilienkonjunktur kämpft mit Gegenwind

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Europa ist sich einig: Seit Anfang 2018 entwickeln sich die REECOX-Quartalswerte in mindestens fünf der sechs betrachteten Märkte gleich – so auch im zweiten Quartal 2019: Mit Ausnahme von Frankreich, wo sich erfreulicherweise ein REECOX-Anstieg zeigte, büßte die Immobilienkonjunktur in den anderen Märkten an Wert ein.

Zurückzuführen ist die Entwicklung unter anderem auf das verschlechterte Geschäftsklima in allen betrachteten Märkten außer Frankreich. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die zunehmenden Handelskonflikte und die schwächelnde Weltwirtschaft die Stimmung allerorten belasten. Jedenfalls bewerten Unternehmen ihre aktuelle Lage und auch ihre Geschäftsperspektiven mittlerweile deutlich schlechter als in den Vorjahren. Durch die Abhängigkeit der Immobilienwirtschaft von der konjunkturellen Entwicklung sind die Auswirkungen inzwischen auch in unserer Branche spürbar. Wie nachhaltig die aktuelle Entwicklung ist, wird der weitere Jahresverlauf zeigen.

Herzlichst,


Ihre Sabine Barthauer

Ansprechpartnerin

Frau Sabine Barthauer
Mitglied des Vorstands

Europäische Immobilienkonjunktur kämpft mit Gegenwind

Die europäische Immobilienkonjunktur des Deutsche Hypo REECOX (Euro-Score) ging im zweiten Quartal leicht zurück. Damit knüpft der Index nach einem kurzen Zwischenhoch im ersten Quartal an die negative Dynamik an, die für 2018 prägend war. Während die Monate April (-0,3 %) und Juni (-0,2 %) keine wesentlichen Veränderungen gebracht hatten, war insbesondere die Entwicklung im Mai (-1,3 %) für die negative Bilanz des Quartals verantwortlich. Somit fiel der Euro-Score insgesamt um 1,8 % auf nun 232,7 Punkte.

Reecox-Auge Q2-2019

Deutsche Hypo Euro-Score

232,7

Nur REECOX Frankreich im Aufwind

Mit Ausnahme der französischen Immobilienkonjunktur waren im zweiten Quartal die Indexwerte für alle im Rahmen des Deutsche Hypo REECOX betrachteten Länder rückläufig. Damit zeigte der REECOX Frankreich bereits das zweite Quartal in Folge ein positives Ergebnis.

Ganz anders verlief die Entwicklung in Großbritannien: der REECOX UK verlor im Ländervergleich am stärksten und unterschritt dabei die 200-Punkte-Marke. Die Dramatik der Entwicklung wird im Vorjahresvergleich deutlich: Gegenüber Juni 2018 verlor der Index rund 20 Zählerpunkte und ging damit auf den tiefsten Stand seit Sommer 2016 zurück.
Ebenfalls spürbare, wenngleich weniger drastische Rückgänge waren in Deutschland
(-2,2 %) und den Niederlanden zu verzeichnen (-1,6 %).

Mehr oder weniger stabil hingegen zeigte sich die Immobilienkonjunktur in Polen (-0,4 %) und Spanien (-0,6 %). Gleichwohl ist anzumerken, dass sich der REECOX Spanien zwar nur leicht, dafür aber stetig rückläufig entwickelte, während der Verlauf in Polen volatiler war.

Veränderungen der Eingangsvariablen und der Immobilienkonjunkturen
Δ Q2-2019 / Q1-2019

Land

Aktien-Leit­index

Immobi­lien­index

Konjunk­tur­indi­kator

Basis­zins­satz

Zins­satz 10-jährige Staats­anlei­hen

REECOX Q1-2019 / Q2-2019
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