Länderbericht Spanien Q4-2018
„Wir erleben zurzeit zwei verschiedene Realitäten.“

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

nachdem die Aktienmärkte bereits im dritten Quartal eine negative Tendenz aufgezeigt haben, sind diese im vierten Quartal noch weiter eingebrochen. Betrachtet man im Vergleich dazu das zurückliegende Immobilienjahr, wird deutlich, dass wir momentan zwei verschiedene Realitäten erleben. Denn der spanische Immobilienmarkt präsentiert sich weiterhin in einer sehr guten Verfassung. Das Transaktionsvolumen ist gegenüber dem Vorjahr nochmals gestiegen, die Nachfrage ist ungebrochen hoch, und auch der Konflikt um Katalonien hat sich insgesamt nur wenig bemerkbar gemacht. Dabei muss man allerdings beachten, dass es sich beim REECOX um einen Frühindikator handelt. Werden die vor allem politisch getriebenen Unsicherheiten nicht bald gelöst, wird sich dies früher oder später auch auf unsere Branche auswirken. Denn vor allem für Investoren ist politische Instabilität Gift!


Ihre Maria Teresa Linares Fernández

Ansprechpartnerin

Frau María Teresa Linares Fernández
Managing Director Spanien

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E-Mail: Maite.Linares@Deutsche-Hypo.de

Spanischer Immobilienkonjunkturindex geht weiter zurück

Nachdem bereits im dritten Quartal die 200-Punkte-Marke unterschritten worden war, erholte sich die Immobilienkonjunktur Spaniens auch im vierten Quartal 2018 nicht. Der Index fiel weiter ab: Zum Jahresende markierte dieser einen Stand von 191,8 Punkten, was gegenüber dem Vorquartal einem Minus von 2,4% entspricht. Der Rückgang im vierten Quartal wies dabei aber eine geringere Dynamik als in Europa auf. Nichtsdestotrotz war für das Gesamtjahr 2018 - nach den Spitzenwerten in 2017 - eine fast durchgehend rückläufige Entwicklung festzustellen.

Aktienindices deutlich rückläufig, Geschäftsklima mit moderatem Rückgang

Zur aktuellen Entwicklung der spanischen Immobilienkonjunktur trugen – wenn auch in deutlich unterschiedlicher Ausprägung – alle marktseitigen Variablen bei.
Der IBEX 35 zeigte dabei erneut einen deutlichen Rückgang: Er verlor im Quartalsvergleich 9,0% und notiert nun mit 8.539,9 Punkten so niedrig, wie seit Juni 2016 nicht mehr.
Ähnlich sah es beim Immobilienindex ES BCN 5 Property aus: Im Vergleich zum Vorquartal sank dieser um 9,4% auf nun 911,2 Punkte und fiel damit auf das Niveau von Ende 2016 zurück.
Das Geschäftsklima hingegen ging im vierten Quartal nur leicht zurück und pufferte damit die deutlich negative Entwicklung der übrigen Eingangsvariablen ab. Die Einschätzung durch die Immobilienexperten im Rahmen des Economic Sentiment Indicator (ESI) lag zum Jahresende bei einem Indexwert von 104,1 Punkten und gab somit um 1,3% nach.

Synopse der Eingangsvariablen und Immobilienkonjunkturen Q4-2018

Land

Aktien-Leit­index

Immobi­lien­index

Konjunk­tur­indi­kator

Basis­zins­satz

Zins­satz 10-jährige Staats­anlei­hen

Q3-1810/1811/18Q4-18Delta (%)
Q3-18 / Q4-18
DE
dodo
do
do
eq
do
312,8
306,0
308,2
298,2
-4,7
UK
dodo
do
do
eq
do
216,5
213,1
206,8
204,9
-5,4
PL
eq
do
eq
eq
dodo
188,3
185,6
188,8
187,5
-0,4
NL
dodo
dodo
do
eq
do
199,3
195,3
194,8
191,3
-4,0
FR
dodo
dodo
dodo
eq
eq
236,2
229,7
228,6
223,7
-5,3
ES
dodo
do
do
eq
eq
196,4
195,8
196,4
191,8
-2,3